Warum verkaufen wir keine Gutscheine?

Als kleines Familienunternehmen arbeiten wir zu 100% mit Eigenkapital.
Ein Gutscheinverkauf (Kundendarlehen) welches buchhaltärisch als E/A Rechner nur künstlich den Gewinn erhöht, und voll zu versteuern ist, widerspricht unserer Geschäfts-Philosphie.

Wir sind stolz darauf, keine Lieferanten- und Bankschulden zu haben - und das soll auch weiterhin so bleiben.

Für unsere Lieferanten sind wir ein verlässlicher Partner, wir sind Skontozahler, und begleichen jede Rechnung umgehend ab Einlangen.

Wer weiterhin Gutscheine schenken will, dem wird mit dem "Zwettl Taler" eine sehr gute Alternative geboten.
Auf den Verkauf eigener Gutscheine verzichten wir aus oben genannten Gründen.

Wir akzeptieren die Zwettler "Währung" - den Zwettl Taler!
Zwettler "Währung" - der Zwettl Taler

Die Geschenkmünzen sind erhältlich bei folgenden Banken:

Waldviertler Sparkasse
Volksbank Krems-Zwettl
Raiffeisenbank Region Waldviertel Mitte

in Zwettl.


Warum verkaufen wir keine Gutscheine?
Stellen Sie sich die fiktive Situation vor: Sie nehmen ein Darlehen auf, und der Finanzminister würde sagen, das Darlehen addieren wir Ihrem Jahreseinkommen hinzu, und berechnen Ihre Abgaben und Steuerlast neu, aufrgrund der höheren Einnahmensituation. Wären Sie damit einverstanden, dass Sie für ein Darlehen Einkommensteuer und Sozialversicherung zahlen müssten?
Wohl kaum!

Genau das passiert aber beim E/A Rechner.

Die Einnahmen aus dem Gutscheinverkauf ist für den Unternehmer wie ein Kundendarlehen, welches mit der Einlösung des Gutscheines getilgt wird.

Steuertechnisch erhöht der Gutscheinverkauf den Gewinn um den Bruttowert des Gutscheinverkaufes – die gleichzeitige Höhe der Schuld durch den Gutscheinverkauf ist steuertechnisch nicht von Bedeutung.

Unternehmer A: verkauft keine Gutscheine und erwirtschaftet im Jahr 2017 einen Überschuss.
Nehmen wir an, die Bemessungsgrundlage für die zu zahlende
Einkommenssteuer würde €30.000. betragen.

Unternehmer B: würde auch im Jahr 2017 den selben Überschuss ohne Gutscheinverkauf
erwirtschaften.
Jedoch verkauft Unternehmer „B“ im Dezember noch zusätzlich Gutscheine im
Wert von € 10.000.-- welche erst im Folgejahr eingelöst werden würden.

Welche zusätzlichen Kosten hat Unternehmer „B“ im Vergleich zu Unternehmer „A“für die zusätlichen 10.000€ Einnahmen durch den Gutscheinverkauf?

  Einnahmen Ausgaben Verbindlichkeit
Gutscheinverkauf 2017 – €10.000.--
0% Mwst. beim Gutscheinverkauf
€10.000.--   -€10.000
Davon 2018 zu bezahlende Sozialversicherung 27,68%   - € 2.768  
Davon 2018 zu bezahlende Einkommenssteuer   - €2.967,44  
Gutscheineinlösung 2018      
€ 10.000.- Gutscheineinlösung €0,-- €10.000
20% Mwst. zu wird fällig bei Gutscheineinlösung   -€1.666,67  
Warenausgang EK-Wert für VK Wert
€10.000.-- (Spanne Netto/Brutto 2,35)
  - €4.255,32  
  € 10.000.-- - €11657,43 € 0,00

Mit dem Gutscheinverkauf macht der Unternehmer "B" bei dieser Modellrechnung einen Verlust von -€1657,43

Von den € 10.000 vom Gutscheinverkauf sind an Steuern und Abgaben € 7402,11 zu bezahlen.
Der verbleibende Rest deckt nicht den Einkaufswert der ausgegebenen Ware bei Gutscheineinlösung!